Ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?

Aus Erfahrung mit meinen Freunden habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht, ob ich für meine Eltern eine Sterbegeldversicherung abschließen soll.

Eine Sterbegeldversicherung stellt eine finanzielle Vorsorge für die Bestattung dar und sichert ein würdiges Begräbnis in finanzieller Hinsicht. Und ich weiß nicht, ob ich das Geld in einigen Jahren auf einen Schlag aufbringen kann. Darum habe ich mich bei kapitallebensversicherungvergleiche.de über die Sterbegeldversicherung informiert.

Der Hintergrund ist, daß das gesetzliche Sterbegeld seit dem 1. Januar 2004 gestrichen wurde und somit die Angehörigen die Kosten der Bestattung komplett selbst zahlen müssen, was einen hohen finanziellen Aufwand bedeutet. Ein Sterbegeld gibt es nur noch im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung. Ein Sterbegeld wird also nur bei einem Arbeitsunfall gezahlt. So kommt zu dem Verlust eines Elternteiles noch das Problem in finanzieller Hinsicht, da für die Angehörigen ein würdevolles Begräbnis in der Regel ein wichtiger Punkt darstellt.

Die Bestattungskosten werden von der Sterbegeldversicherung erstattet

Die Sterbegeldversicherung kann von jedem abgeschlossen werden, da äußerst selten Fragen zum Gesundheitszustand des Abschließenden gestellt werden. Sterbegeldversicherungen sind jedoch mit Wartezeiten verbunden, d. h. je nach Anbieter muss nach Vertragsabschluss bis zu drei Jahren gewartet werden. Tritt der Todesfall in dieser Wartezeit ein, werden die eingezahlten Beträge wieder an die Angehörigen zurück erstattet, doch in der Regel reichen diese nicht für die Bestattung aus.

Bestattungskosten in Deutschland betragen etwa um die 5.000 Euro und auf diesen Betrag sollte die Sterbegeldversicherung auch ausgerichtet sein. Natürlich kann eine Sterbegeldversicherung auch „nur“ über 1.000 Euro abgeschlossen werden, die Maximalgrenze liegt bei den meisten Versicherungsunternehmen bei 10.000 Euro. Die Sterbegeldversicherung läuft, wenn sie abgeschlossen wurde, lebenslang, jedoch maximal 25 Jahre, in denen die Beiträge vom Versicherungsnehmer zu entrichten sind.

Eine besondere Form der Risikolebensversicherung

Die Sterbegeldversicherung ist damit eine Form der Lebensversicherung, die nur im Todesfall ihre Leistung erbringt. Dadurch sind die Kosten für die Sterbegeldversicherung aber auch wesentlich geringer als die Kosten für eine Kapitallebensversicherung. Aber eine Kapitallebensversicherung dient ja auch häufig der Altersvorsorge und zahlt zum erreichten Ablauftermin das angesparte Kapital an den Versicherungsnehmer aus.

Die Sterbegeldversicherung entspricht im wesentlichen einer Risikolebensversicherung, die an einen ganz bestimmten Zweck gebunden ist. Das Ziel dieser Versicherung ist fast ausschließlich die Beerdigungskosten begleichen zu können und damit die Hinterbliebenen zu entlasten.  Man kann dieses Ziel allerdings auch mit einer Risikolebensversicherung erreichen. Dabei sollte man aber darauf achten, daß eine kostante Versicherungsleistung gewählt wird. Mit dem Risikolebensversicherung Rechner von brutto-netto-gehaltsrechner.net kann man sich die Beiträge und Leistungen der RisikoLV ausrechnen lassen. Damit erhält man sofort eine Größenordnung, welche Absicherung man für welche Beiträge bekommt.

Der Vorteil einer Sterbegeldversicherung liegt auch darin, dass sie nicht als Vermögen bei Eintreten der Sozialhilfebedürftigkeit angerechnet wird, oder wenn Hartz IV beantragt wird. Der Grund dafür ist, dass es sich nicht um einen kapitalbildenden Vertrag handelt, sondern nur im Todesfall ausgezahlt wird.

Eine Sterbegeldversicherung halte ich also für sinnvoll, um die finanzielle Belastung im Fall der Fälle zu verringern.